Impulse

 

Gedanken für August
von Dr. Karola Czernohaus

Urlaub – Sommerhitze – Erholung – erfrischen- auftanken
Dies sind nur ein paar Stichworte zum Urlaubsmonat August.
Wie erfrischend ist es durch eine kühle Klamm zu wandern und frisches Quellwasser zu trinken.

Jesus lädt uns ein zu Ihm zu kommen und unseren Seelendurst zu stillen: „Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!
 Joh. 7, 37
In der Offenbarung 6, 21 gibt es eine wunderbare Zusage: Jesus ist der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben von der Quelle des lebendigen Wassers  umsonst.
Wie köstlich ist Deine Gnade, o Gott, dass Menschenkinder Zuflucht finden unter dem Schatten Deiner Flügel! Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht sehen wir das Licht.
Ps. 36, 8 u. 10.

 


Gedanken für Juli 2022
von Dr. Matthias B. Lauer

Skandal und Gnade: Max Liebermanns „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“
Diesen Monat jährt sich zum 175. mal der Geburtstag des Malers Max Liebermann.
Liebermann gilt als ein Hauptvertreter der realistischen und naturalistischen Kunstströmung, die sich um eine möglichst ungeschönte Darstellung der ihr begegnenden, besonders auch der sozialen, Gegebenheiten bemühte.
1879 löste sein Gemälde „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ einen Skandal aus. Der zeitgenössischen Kritik erschien die Gestaltung der biblischen Szene allzu profan, alltäglich, schmutzig, ja ordinär und blasphemisch. Vor allem reagierte eine einschlägige Presse mit einer massiven antisemitischen Kampagne, die Liebermann sogar dazu bewog, den Jesusknaben unter Auslassung jüdisch konnotierter Merkmale teilweise zu übermalen.
Nach heutigen Maßstäben wirkt die damalige Reaktion auch ohne ihre bedrückenden politischen Töne antiquiert. Liebermanns Gemälde bleibt aber eine dauernde Anfrage auch an unsere heutige Religiösität: Soll unser Glaube sich auf ein außeralltägliches Heiliges konzentrieren oder lebt er aus der Gewissheit, dass in Christus der souveräne Gott in all unsere Gewöhnlichkelt eingegangen ist und uns dort zum Dienst an den Nächsten beruft? Dient unsere Frömmigkeit gar der individuellen Verschönerung unseres Lebens und verdrängt sie die Bewusstheit, dass das Evangelium unter Bedingungen von Eingelebtheit und Macht wirken und deren Strukturen verändern soll? Sind wir bereit, unsere Gewissheiten herausfordern zu lassen, wenn Gott uns überraschend und gleichsam als Weisheit und Kindlichkeit entgegentritt?

 


Meditation zum Christusbild von Max Spielmann (Glasbeton; Hochaltar Schulkirche an der LLA Rotholz):

„Jesus am Kreuz
blickt dich als Auferstandener an:
Seine Wunden
verwandelt zu Leuchtfeuern der Liebe
Seine Arme
weit ausgestreckt um dich aufzufangen
Seine Augen
sichern dir Zuneigung zu
Sein Kreuz
aufgebrochen zu bunten Lichtstrahlen.
Alpha und Omega.

Mitten im Frühling blüht Leben auf:
die Osterzeit dauert bis Pfingsten und darüber hinaus:
was Ostern fürs Jahr ist der Sonntag für die Woche:
Hoch-Zeit der Hoffnung!“

 

 

 


 
 

Gedanken zum Monat April 2022
von Dr. Karola Czernohaus

Ostergedicht 

Christus liebt uns
Jesus ist geboren –
Gott hat Ihn auf die Erde gesandt,
Er ist zu unserer Erlösung erkoren.

Jesus wanderte mit seinen Jüngern von Stadt zu Stadt,
dass jeder von Gott was hat.
Ehrlich – Sein Weg war beschwerlich!

Am Ölberg in der Nacht,
hat er besonders an uns gedacht.
Er brach das Brot, sie tranken Wein,
mit seinen 12 Jüngern  allein

Die Häscher kamen in der Nacht
und haben Jesus weggebracht.
Sie brachten ihn vor Gericht,
doch Jesu Schuld fanden sie nicht.

Das Urteil wurde nicht vertagt,
Pilatus hat das Volk befragt…
und die Menge hat Jesus angeklagt.
Barabas wurde die Freiheit geschenkt
Jeus wurde ans Kreuz gehängt.

Von  nun an wird Jesu Herz im Grabe drei Tage ruhen.
Am 3. Tage hat er die Augen aufgemacht und ist aufgewacht –
das Wunder war vollbracht!

Jesus büßte für unsere Schuld.
Mit liebender Geduld hat Gott durch Ihn  uns vergeben,
auf dass wir ewig leben!

Elfi Vunetich, 2006
Bild von Brigitte Gmach

 


Gedanken für März
von Manuela Mayr

Frühlingsspaziergang
Nach einem stürmischen verschneiten Vormittag, scheint mittags die Sonne warm und freundlich.

Sie lädt dazu ein, einen Spaziergang zu machen, um das Erwachen der Natur zu entdecken.
Am Wegrand stehen die ersten Schneeglöckchen dieses Jahres. Vorsichtig kämpft sich das zarte Grün aus dem Boden. Rundherum altes trockenes Gras aus dem Vorjahr, als Erinnerung an vergangene Zeiten. Doch das Grün der Blätter und Stängel der Frühlingsblüher ist anders, zart und saftig.
Auch die filigranen Blüten, die möglicherweise in den nächsten Tagen wieder mit Schnee bedeckt sein werden, wirken selbstbewusst und motivierend. Aus dem alten, abgestorbenen Rasen entspringt neues kraftvolles, motivierendes Leben.
Diese Metapher nehme ich mit in meinen Alltag. Die ersten Frühlingsboten in der Natur sind klein, farblos und unscheinbar und trotzdem strahlen sie Kraft und Freude über das neue Leben aus.
Auch wir fühlen uns oft zu schwach, zu unscheinbar, doch wenn wir uns in der Sonne des Lebens stärken, können wir zu kraftvollen und farbenprächtigen Kreaturen werden.
Diese Sonne des Lebens können Mitmenschen, der Glaube oder die Zuversicht sein.

Gehen wir im Geiste gemeinsam durch diese ersten Frühlingstage und freuen uns auf eine kraftvolle, motivierende und strahlende Zeit.

(Gedanken nach einem stärkenden Spaziergang von Manuela Mayr)

 


Gedanken für Feber 2022
von Gerlinde Busse

Genießen – die wunderschöne Schneelandschaft     
Genießen – die schon leicht wärmende Sonne
Genießen – das Schifahren, Rodeln, Wandern
Genießen – die Faschingszeit
Genießen – Freunde, Freundinnen wieder zu treffen
Genießen – gesund zu sein
Genießen – den Augenblick
Genießen – und fröhlich sein
Genießen – fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen (Don Bosco)

 Wer nicht genießt, wird ungenießbar (Topsy Küppers)

 

 


Gedanken und Wünsche für 2022
von Peter Valtingojer

Wieder liegt ein neues Jahr vor uns. Mir erscheint es oft wie eine Schneedecke, die noch unberührt da liegt.
Es gibt zwar bereits einige Termine, die man in seinen Kalender eingetragen hat:
Geburtstage
Arzttermine
Familienfeiern
Ein- bzw. Ausschulungen von Kindern und Enkeln
Feiertage
Urlaube
usw.

Aber ob das alles wirklich zustande kommt, ist ungewiss. Spätestens die
Corona-Pandemie hat uns das wieder eindrücklich gezeigt. Diese Unsicherheiten und die vielen Unbekannten könnten uns Angst machen. Das muss aber nicht sein, wenn wir dem von ganzem Herzen vertrauen, der uns seine Liebe schon so oft gezeigt hat: Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Sie begleiten uns durch die Zeit, bewahren uns vor mancher Umbill, und zeigen uns Wege auf, die uns an unser geistiges Ziel bringen sollen.

So können wir sichere Spuren in den Schnee der Zukunft setzen.
(Peter Valtingojer)

Die Ökumenische Initiative Tirol wünscht
ein gesundes, erfolgreiches gesegnetes Neues Jahr

 

 


Gedanken für Oktober 2021
von Dr. Michael Plank
Den Blick empor
erschöpft angekommen aber glücklich
einzeln aber nicht allein
gemeinsam aber nicht vereinnahmt
der Boden hat getragen: meine Beine konnten gehen
die Sonne hat gestrahlt: meine Augen durften schauen
die Luft erfrischte: sie atmete ich tief ein
die Stille beruhigte: auch mein Inneres
das Labsal ernährt mich: auch in Erinnerung
und „DANKE !“ löst sich von meinen Lippen.

 


Gedanken für September 2021
von Dr. Liborius Lumma

Gleich zwei Neujahrsfeste stehen in diesen Tagen im Kalender:
Das Judentum begeht Rosch ha-Schana am 7./8. September 2021. Der jüdische Kalender bewirkt, dass dieses Fest nicht immer auf denselben Kalendertag im uns vertrauten gregorianischen Kalender trifft, aber es fällt immer in den September oder in die ersten Oktobertage.
Das byzantinische Christentum kennt auch heute noch den alten Brauch des (ost-)römischen Reiches, den Jahresanfang auf den 1. September zu datieren – im gregorianischen Kalender ist das entweder ebenfalls der 1. oder aber der 14. September.
Judentum wie Christentum legen ihr Hauptfest (also Pesach bzw. Ostern) immer in den Frühling: März, April oder – je nach Kalender – auch in den Mai.
Das Jahr wird also ausgehend vom Herbst strukturiert: Zuerst kommt die sterbende Natur, dann kommen Tod und Kälte, und dann das erblühende neue Leben.

Das ist doch eine schöne Perspektive: Den Herbst nicht als das Ende, sondern als den Anfang von etwas Neuem sehen, aus dem Aufbruch und Leben hervorgehen.

Liborius Olaf Lumma
Priv.-Doz. Dr. theol., Univ.-Ass.

 

 

 

 

 

 


Gedanken für August 2021
von Manuela Mayr

Was tut der Mensch, wenn er denkt?
Meint er, dass er die Sterne lenk,
dass er dreht am Rad der Zeit,
wenn er Tag und Jahre aneinander reiht?
Das Schönste, was der Mensch so denkt,
ist, dass ein Gütger behutsam lenkt –
alles, den Sturm, den milden Wind,
den Kosmos und jedes Menschenkind.
Adolf Unterasinger

Dieses Gedicht ist von meinem Onkel, der am 10. Juli 2021 im Alter von 90 Jahren friedlich eingeschlafen ist. Als ich es auf dem Sterbebild gelesen habe, hat es mich sehr berührt und ich wusste, dass dies die Gedanken für August sein sollen.

Wir alle meinen immer wieder, mitmischen und lenken zu müssen. Gerne vergessen wir, dass wir uns unserem Gott jederzeit anvertrauen können, denn er hält uns in seinen schützenden Händen.

 Ihre Manuela Mayr

 

 

 


 

„Deine verwundete Hand segnet unsere Hoffnung,
wie Du von den Toten aufzuerstehen.
Deine Augen flehen uns an,
mit unserem Glauben in das Helle zu sehen.
Dein Herz schlägt mit unserem Herzen,
in der Liebe weiter zu gehen.

Jesus: Gottes Wort lebendig für uns, mit uns, durch uns:
Dank sei Dir!“

Eine gesegnete Karwoche, ein fröhliches Osterfest, viel Zuversicht und Kraft und einen schönen April wünscht Ihnen
die Ökumenische Initiative Tirol.


Gedanken zum Monat März 2021
„Hoffen und Danken schützt vor wanken!“
von Dr. Karola Czernohaus

Das Jahr 2020 und auch der Start von 2021 waren geprägt von Einschränkungen und Absagen. Große Familienfeiern, Konzerte, Theaterbesuche, Reisen, persönliche Begegnungen, Sitzungen……

Aber es gibt Dinge, die nicht abgesagt sind:

 Dass die Tage länger werden, Der Vorfrühling lässt  im Saggen die Schneeglöckchen und Schneerosen den Frühling erahnen und weckt Freude.

Achtsamkeit aufeinander,  durch einen Anruf, eine liebe Karte oder eine Whatsapp – nachricht mit Bild.

Gottes Treue und Liebe zu den Menschen, die sich Jesu Tod und Auferstehung zeigt.

„Der Gott der Hoffnung erfülle Euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Hl. Geistes.“ Röm.15, 13


Alles hat seine Zeit
(Das Buch Kohelet, Kapitel 3, 1-15)

Alles hat seine Stunde.
Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:

eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben,
eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,

eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen,
eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen,

eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen,
eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;

eine Zeit zum Steine werfen und eine Zeit zum Steine sammeln,
eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,

eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren,
eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen,

eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen,
eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,

eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen,
eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.

Wenn jemand etwas tut – welchen Vorteil hat er davon, dass er sich anstrengt?

Ich sah mir das Geschäft an, für das jeder Mensch durch Gottes Auftrag sich abmüht.

Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wiederfinden könnte.

Ich hatte erkannt: Es gibt kein in allem Tun gründendes Glück,
es sei denn, ein jeder freut sich und so verschafft er sich Glück, während er noch lebt,

wobei zugleich immer, wenn ein Mensch isst und trinkt und durch seinen ganzen Besitz das Glück kennen lernt,
 das ein Geschenk Gottes ist.

Jetzt erkannte ich: Alles, was Gott tut, geschieht in Ewigkeit.
Man kann nichts hinzufügen und nichts abschneiden und Gott hat bewirkt, dass die Menschen ihn fürchten.

Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll,
ist schon geschehen und Gott wird das Verjagte wieder suchen.

Diese Zeilen gehen mir in dieser turbulenten und doch ruhigen Zeit durch den Kopf. Alles was geschieht ist in und durch Gott. Lernen wir wieder darauf zu vertrauen, dass er uns behütet und geleitet. Alles Liebe und bleibt gesund,

Manuela Mayr


Ein gesegnetes Neues Jahr

Wir haben bereits die Schwelle des Jahres 2020 überschritten. Niemand konnte den Übergang vom alten ins neue Jahr aufhalten. Die Zeit drängt unaufhaltsam vorwärts. Die Frage „Wie werden sich die Verhältnisse entwickeln?“ kann keiner von uns schlüssig beantworten; dies ist uns heute noch verborgen, der Schleier des Geheimnisses liegt auf der Zukunft.

Heißt das nun, dass wir uns beklommen, unsicher und voller Angst in den kommenden Zeitabschnitt begeben müssen? Nein! Wenn wir im einzelnen die verschiedenen Verhältnisse, die wir erleben werden müssen, auch nicht kennen, so ist uns dennoch nützliches und wertvolles bekannt, auf das wir uns in den zukünftigen Tagen und Monaten unbedingt stützen und verlassen dürfen.
Worum handelt es sich denn?

Der tröstliche Beistand von Jesus Christus wurde mit seiner letzten Zusage zu seinen Jüngern auch für unsere Zeit unverrückbar, nicht abänderbar und bleibend überliefert:
Ich bin bei euch – alle Tage bis zum Ende der Welt (Mt 28, 20)

Wenn wir die Zukunft aus diesem Blickwinkel betrachten, wird die vor uns liegende Zeit mit seinem Beistand ein gangbarer Weg in den kommenden Zeitabschnitt. Deshalb schreiten wir ermuntert von der Zusage von Christus erleichtert in das neue Jahr.

Mit herzlichen Glück- und Segenswünschen
Max Valtingojer


Gedanken für Dezember 2020
von Dr. Michael Plank

Und wenn es dunkel wird
wie nachts
Wenn nur die Umrisse vom Zuhause
gerade noch zu erkennen sind,
dann bleiben da doch die Lichter am Himmel
treu bestehen
Deinen Weg erhellend
Und jene göttliche Botschaft
welche dir zum unvergänglichen Zuhause wird.

Einen tröstlichen Advent und Gottes Segen zum Weihnachtsfest!


„Gott spricht:  Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.“ (Jeremia 31:9. Übersetzung nach D. Martin Luther, 2019)

Monatsspruch im Ökumenischen Bibelleseplan für November 2020

„Männer weinen nicht“, sagt die toxische Maskulinität. Doch Weinen-können ist wichtig. Und zum Weinen ist in diesen Tagen vielfach Anlass:

Tränen der und über die Betroffenen der Corona-Pandemie.

Tränen zugleich über die Opfer, die im Namen der Bekämpfung dieser Pandemie abverlangt werden.

Tränen über die Toten und Verletzten des Terrors – in Wien wie in Kabul.

Tränen der schutzsuchenden Menschen, die in menschenunwürdigen Lagern ausharren müssen und denen die Aufnahme verwehrt wird.

Tränen im Gedenken an die lieben Verstorbenen, besonders nun im Trauermonat November.

Gott verheißt Trost. Er steht an unserer Seite. Er vergisst die Weinenden nicht, er ist parteilich auf ihrer Seite.

Gott verheißt Leitung. Er schenkt uns Kraft, Geist und Ermutigung, seinen Trost, seine frohe Botschaft in die Welt zu tragen.

Gott verheißt, dort sein Reich zu bauen, wo die Tränen fließen – und uns dafür in Dienst zu nehmen, damit besonders dort, wo das, was zum Weinen führt, noch Macht beansprucht, gegen alle Not und alles Übel seine menschenfreundlichen Ordnungen aufgerichtet werden.

Dr. Matthias B. Lauer, altkatholisch


Gedanken für Oktober 2020
von Dr. Werner Schwarz

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf  wohnen. (Psalm 24,1)

So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als
gedankenlose Konsumenten, sondern als Weise. (Epheser 5, 15)

Aller Augen warten auf Dich, o Herr, und Du gibst Dich uns in vielfacher
Weise:

In dem Licht, damit wir sehen und staunen….
In der Luft die wir atmen….
In dem Wasser das wir trinken ….
In den Speisen, die wir essen…..
In den Menschen, mit denen wir zusammenkommen….

Lass uns sorgsam und verantwortungsvoll mit Deinen Gaben leben


Gedanken zum Monat September
von Dr. Karola Czernohaus

Gott hat die Jahreszeiten geschaffen, jede mit ihrer eigenen Schönheit, so auch den Herbst. „Der Himmel verkündet Gottes Ehre, das Firmament das Werk seiner Hände. Ein Tag sagt es dem anderen, eine Nacht tut es der andern kund. Es gibt keine  Rede, keine Worte, deren Laut nicht zu hören wäre. Ins ganze Land geht ihr Strahl, ans Ende der Welt ihre Botschaft, dort gab er der Sonne ein Zelt. Sie kommt wie ein Bräutigam aus ihrer Kammer, jauchzt wie ein Held, durcheilend ihren  Weg. Vom Rande des Himmels kommt sie her, zum anderen Rande zieht sie ihre Bahn, nichts bleibt vor ihrem Lichte verborgen.“
Ps 19, 1-7

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmel feine Gärten,
sie fallen mit verneinender Gebärde

Und in den Nächten fällt die die schwere Erde
aus allen Sternen der Einsamkeit

Wir alle fallen. diese Hand da fällt.
Und sieh dir andere an: es ist ein Fallen

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

M. Rilke, Paris, 11.9. 1902

Tipp: im Youtube Kanal nach dem Gedicht „Wenn die Blätter fallen“ von R. M. Rilke suchen

Gedanken für August 2020
von Gerlinde Busse

Die bächlein rauschen in dem sand /
Und mahlen sich in ihrem rand
Mit schattenreichen myrthen /
Die wiesen ligen hart dabey /
Und klingen gantz vom lustgeschrey
Der schaf und ihrer hirten. (original)

Die Bächlein rauschen in dem Sand
und malen sich an ihrem Rand
mit schattenreichen Myrten;
die Wiesen liegen hart dabei
und klingen ganz vom Lustgeschrei
der Schaf und ihrer Hirten.

  1. Str. „Geh aus mein Herz und suche Freud…. Paul Gerhardt (1607–1676)

Auch wenn der heurige Sommer vielleicht anders ausfällt wie erwartet, wünsche ich Ihnen eine schöne, erholsame Zeit mit tiefen Eindrücken durch Wandern, Lesen und einfach durch chillen.
Gerade deshalb!


Gedanken für den Juli 2020
von Mag.a Manuela Mayr

Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast.
Du bist für deine Rose verantwortlich…

Aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry



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Weite hereinlassen

Aufatmen dürfen

Freiwerden können:

an Gottes Herz für unsere Seelenlandschaft glauben.

Ein gesegnetes Pfingstfest und einen erfreulichen Juni wünscht allen
Michael Plank im Namen der Ökumenischen Initiative Tirol

 

Gedanken für Mai
von Ing. Max Valtingojer
Bitte keinen Abstand halten, Heiliger Geist!
Während diese Gedanken niedergeschrien werden, wütet noch eine unsichtbare bedrohliche Kraft in unserem Land und daher wird von den Behörden ein Gebot immer wieder mahnend wiederholt:
„keine Berührungen mit anderen Menschen ausführen, Abstand halten und Zusammenkünfte meiden“.
Für die hinter uns liegende Fastenzeit in der Christenheit und auch zukünftig mag es passen, wenn ich mich von Wut, Hass, Neid, Missgunst, Egoismus, Intoleranz, Lieblosigkeit usw. fernhalte, Abstand nehme, damit nicht in Berührung komme, und mit diesen unguten Eigenschaften auch nicht zusammenkommen will.
Nach Ostern, dem Fest der Hoffnung folgt nun nach 50 Tagen am letzten Tag des Monats Mai das Pfingstfest. Was ist in den 50 Tagen alles geschehen, was nicht hoffnungsvoll war. Einige von uns wurden arbeitslos, haben ihr Einkommen verloren, wurden dabei enttäuscht und mutlos, andere wurden krank, haben sich noch nicht erholt und sind wegen der ausbleibenden Gesundheit verzweifelt, einige haben Abschied von dieser Welt genommen und haben dabei Traurigkeit und Einsamkeit hinterlassen und vieles mehr könnte aufgelistet werden.
Erwartungsvoll blicken wir nun Pfingsten entgegen. Jesus Christus hat versprochen eine unsichtbare Kraft, den Heiligen Geist zu senden, der vor allem eines kann: TRÖSTEN.
Enttäuschendes, Entmutigendes, Bitteres, Verzweiflung, Einsamkeit und Trauriges werden zwar nicht sofort weichen und zukünftig ausbleiben, jedoch wissen wir dann, wenn dieser Geist in uns wirken und neu belebt werden kann, dass wir einen Begleiter haben dürfen, der es versteht mit uns richtig umzugehen.
In dem geistlichen Lied: „Komm Heiliger Geist, erfülle mich, mit deinem Segen ewiglich, du Geist der ersten Liebe … all mein Leben dir zu geben, all mein Sinnen dir zu schenken, ganz in dich mich zu versenken“, wird meine Sehnsucht nach diesem guten Geist von Jesus Christus wach und drängender. Damit wird auch mein Verlangen nach mehr Liebe und Verständnis intensiver, ich möchte keinen Abstand, ja ich möchte mich überschütten lassen, immer wieder Berührung haben und in guten Gedanken mit ihm, dem Geist von Jesus Christus, zusammenkommen. Dann bin ich auch fähig mit dieser scheinbar unsichtbaren heilenden Kraft Liebe und Verständnis anderen zu schenken, und dabei diesen guten Geist sichtbar zu machen. Darum wiederhole ich dieses Gebot und diese aufrichtige Bitte noch einmal:
Komm, Heiliger Geist.

Gedanken zum Monat April 2020
„Jesus ist auferstanden!“ „Er ist wahrhaftig auferstanden“
So wünschen sich orthodoxe Christinnen und Christen frohe Ostern.

Eine unglaubliche Botschaft !
Die Jünger konnten es gar nicht fassen und glauben. Sie glaubten Maria Magdalena und den anderen ersten Zeugen nicht.
Erst die persönliche Begegnung mit dem auferstandenen Jesus und als er ihnen das Verständnis für die Schrift eröffnete, dass sich alle wunderbaren Verheißungen durch seinen Kreuzestod erfüllt haben, verloren die Jünger alle Zweifel und es erfüllte sie mit Freude.

Ich empfehle Jes. 53, Ps. 22 (Vorhersage der Kreuzigung) und die Berichte über die Auferstehung in Mk. 16 und Lk. 24 zu lesen und zu vertiefen.
Der Apostel Paulus erklärt im 1. Kor. 15, was der Kreuzestod Jesu und seine Auferstehung bedeuten und erwähnt die vielen Zeugen der Auferstehung.
Im Vers 14 meint er sogar: „Wenn Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube!“

In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes, besinnliches Osterfest und die Freude über die Auferstehung im Herz.
„Jesus ist auferstanden!“
„Er ist wahrhaftig auferstanden!“
Dr. Karola Czernohaus

Bild: Brigitte Gmach


Gedanken für März 2020
von Erika Schwarz

Geschrieben vor 80 Jahren
– und leider immer noch aktuell

Der Pass

Der Pass ist der edelste Teil
von einem Menschen.
Er kommt auch nicht
auf so eine einfache Weise zustande
wie ein Mensch.

Ein Mensch kann überall
zustande kommen,
auf die leichtsinnigste Art
und ohne gescheiten Grund,
aber ein Pass niemals.

Dafür wird er auch anerkannt,
wenn er gut ist,
während ein Mensch
noch so gut sein kann
und doch nicht anerkannt wird.

Bertolt Brecht
Flüchtlingsgespräche 1940/41

 

Gedanken 
für November
von Dr. Michael Plank

„trotz meines Verwelkens lebt die Erinnerung an mein Blühen weiter
trotz der Dunkelheit um mich lässt Licht meine Farben erkennen
trotz aller Zweifel trägt der Sinn, der mich ins Dasein gerufen hat“

Einen gesegneten, zuversichtlichen November
wünscht Euch Michael Plank im Namen der Ökumenischen Initiative Tirol

 

Gedanken
für Oktober
von Manuela Mayr
Erntedank
Wofür sind wir heute dankbar? Wir können jederzeit in den Supermarkt gehen und uns zu jeder Jahreszeit alles Erdenkliche kaufen. Wir müssen einen Vorrat anlegen und Früchte und Gemüse einlegen und einkochen, damit wir im Winter nicht Hunger leiden.
Dennoch ist es die Zeit dankbar zu sein. Gerade dafür, dass es uns gut geht. Dass wir in einem friedlichen Land leben, Arbeit haben oder die Grundversorgung auf andere Weise gedeckt ist. Dass wir in einigen Dingen nicht nur genug haben, sondern sogar den Luxus von Freizeit und Ruhephasen genießen können ohne existenzielle Sorgen haben zu müssen.
Sagen wir
DANKESCHÖN
für alles, was uns in diesem Jahr geschenkt wurde!

Gedanken 
für September
von Peter Valtingojer

„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre,
Ihr Schall pflanzt seinen Namen fort.
Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere,
Vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort.“

Diese Worte aus der ersten Strophe des Liedes „Die Ehre Gottes aus der Natur“ von Christian Fürchtegern Gellert bewegen mich, wenn ich in meiner zweiten Heimat Frankreich frühmorgens am Meeresstrand bin.

Immer wieder staune ich über

• die Farben,
• das Glitzern der Sonne im Wasser,
• die unendliche Energie, die die Wellen antreibt,
• wie das Meer die vielen Badenden aushält,
• wie es sich durch den Wellengang (auch einmal Sturm) wieder reinigt,
• wieviel Nahrung es uns Menschen bietet,
• wie die Möwen den Strand reinigen,
• usw.

Dann wird es in mir ganz still und andächtig.

Und ich weiß ganz sicher, dieser mächtige Gott und Schöpfer ist mein Vater im Himmel!Euer Peter Valtingojer


Gedanken zum Monat
August
von Dr. Michael Plank

Sommers saftige Früchte
schenkt gepflegt befruchtete Erde
in fröhlich schmackhaften Farben

Möge unser tägliches Streben Nahrung erfahren und leben
durch Den der Dasein und Reifen geschenkt

Viele Quellen der Lebensfreude in diesem Sommer
wünscht Michael Plank
im Namen der Ökumenischen Initiative Tirol


Gedanken zum Monat Juni 2019
von Dr. Karola Czernohaus

Gedanken über Jesus und den Heiligen Geist mit 2 Bildern aus Slowenien
Als wir die beeindruckende Kirche von Bogojina, umgestaltet nach Plänen vom Architekten Josef Plečnik besichtigten, setzte sich eine Taube auf die Jesus Statue.

Jesus breitet seine Hände aus, lädt uns ein zu ihm zu kommen und auf seinem Kopf sitzt eine Taube, ein Symbol für den heiligen Geist.
„Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken.“ Mt. 11, 28
Der Heilige Geist ist es, der uns das Wort Gottes lebendig werden lässt, der uns tröstet, ermahnt für uns eintritt und seine Früchte in unseren Herzen reifen lässt : Liebe, Friede, Freude, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit.
Das untere Bild zeigt einen 400 Jahre alten Weinstock, der an der Lend in Maribor steht. Trotz seines hohen Alters trägt immer noch Früchte aus denen ein erlesener Wein gemacht wird.
Jesus sagt von sich in Joh. 15, 5: “Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“


Fastenkrippe, Romedikirchlein, Thaur

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Römer 8, 31-32

Die Ökumenische Initiative Tirol wünscht eine gesegnete Karwoche


Gedanken zum Feber 2019
von Gerlinde Busse

Noch schläft die Erde,
zugedeckt in Weiß

Noch neigen sich die Äste,
ihre Last ist schwer und weiß

Noch sendet die Sonne matte Strahlen,
es glitzern Wiesen hell in Weiß

Gedanken durchstreifen die Landschaft
sie liegt vor mir, noch in Weiß gehüllt

Doch bald zerrinnt das Weiß
und die Welt wird wieder grün und bunt
G.B.


 


(Textquelle: http://www.max-josef-metzger-meitingen.de/)



 


 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 


 


 

 


 


 

 

 

 



 

 

 

 

 

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