Gedanken für Oktober 2026
von Mag.a Manuela Mayr

Segensgebet von Papst Franziskus
Du hast alle Menschen mit gleicher Würde erschaffen.
Gieße den Geist der Geschwisterlichkeit in unsere Herzen ein.
Wecke in uns den Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung,
nach Dialog, Gerechtigkeit und Frieden.
Sporne uns an, allerorts bessere Gesellschaften aufzubauen
und eine menschenwürdigere Welt ohne Hunger und Armut,
ohne Gewalt und Krieg.
Gib, dass unser Herz sich allen Völkern und Nationen der Erde öffne, damit wir das Gute und Schöne erkennen, dass du in sie eingesät hast, damit wir engere Beziehungen knüpfen vereint in der Hoffnung
und in gemeinsamen Zielen.
AMEN!
Gedanken für September 2026
von Dr. Michael Plank

Auf den ersten Blick: Dornen und Gestrüpp,
aber bei näherem Hinschauen sind auch Früchte zu erkennen.
Auf den ersten Blick: Nebel und Ferne,
aber bei näherem Hinschauen sind auch Häuser und Wege zu erkennen.
Die Schöpfung ist nicht überall ein Paradies,
aber sie ist mit uns dazu berufen und gesegnet eines ganz zu werden.
Welches Geschenk zu leben und zu hoffen und zu danken!
Gedanken für August 2026
von Dr. Karola Czernohaus

Wenn es glühend heiss und alles ausgetrocknet ist, sehnen wir uns nach Schatten, und Wasser. Der Gegensatz zwischen einem Teich, umgeben mit Schilf und der Wüste könnte nicht größer sein. Wie erfrischend ist Wasser, eine Quelle in der Wüste! Ein Labsal für Körper und Seele.
In Jes.35 beschreibt Gott, wie Er aus der Wüste ein blühendes Land schafft.
„Die Wüste und das trockne Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie sollen prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln sollen sie und jauchzen.“
In der Wüste brechen Quellen hervor und Bäche fließen in der Steppe.
Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras Schilfrohr und Binsen.“ Jes.35, 1-2; 6 b-7
Es lohnt sich das ganze Kapitel 35 zu lesen und sich zu freuen, dass Manches sich schon in Jesus Christus bei seinem 1. Kommen in diese Welt erfüllt hat, und Manches sich erst in Zukunft erfüllen wird.
Alice und Martin Tlustos haben in Tansania, mitten in der Einöde die Wüste zu fruchtbarem Land gemacht und eine Pilotfarm aufgebaut, wo Menschen lernen nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Das ist faszinierend zu sehen. Ihr Projekt heisst „Care of Creation Tanzania“ Webseite: www.careofcreationtanzania.com
Ich wünsche einen erholsamen Sommer, wenn es möglich ist, an erfrischendem Wasser, sei es an einem Bergsee, an einem Badesee, Meer oder Fluß.
Dr. Karola Czernohaus
Gedanken für Juni 2026
von Max Valtingojer
Rekordhaltige Tage der Hitze – Erfrischung gefällig?
In den letzten Tagen wurde in den Nachrichten immer wieder angekündigt, dass die Temperaturen neue Höchstwerte erreichen würden. Tatsächlich wurden vielerorts Rekordwerte gemessen. Diese Rekorde haben jedoch auch eine bedrückende Seite: Die anhaltende Hitze lässt die fruchtbaren Böden austrocknen. Wenn zudem die notwendigen Niederschläge ausbleiben, wächst die Sorge, was unter solchen Bedingungen überhaupt noch gedeihen kann.
Auch in unserer Gesellschaft hören wir immer wieder Warnungen vor der zunehmenden Säkularisierung. Sie breitet sich rasch aus und weckt die Sorge, wie dieser Entwicklung begegnet werden kann. Wie soll es weitergehen, wenn sich Menschen immer mehr von der Nächstenliebe abwenden und ihre Herzen zu verrohen drohen?
Und doch begegnen wir immer wieder Menschen, die sich nach Liebe, Trost, Verständnis und gutem Beistand sehnen. Sie haben Durst nach echter Hoffnung und nach einem Leben, das erfüllt.
In der Offenbarung spricht Gott: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offb. 21,6)
Dieses lebendige Wasser schenkt Gott uns täglich durch sein Wort, seinen Trost und seine Liebe. Es erfrischt unsere Seele wie kühles Wasser den durstigen Menschen. Und das Wunderbare ist: Dieses Wasser des Lebens wird uns ohne Gegenleistung geschenkt. Jeder darf daraus schöpfen und seinen Durst stillen.
Danke, Gott, für dein erquickendes Angebot. Danke, dass ich täglich aus der Quelle des lebendigen Wassers schöpfen darf.
Den Lesern und Leserinnen wünsche ich eine schöne Zeit.
Max Valtingojer
Gedanken für Juni 2026
von Dr. Matthias B. Lauer
Ist Gott für mich, so trete
gleich alles wider mich!
So oft ich ruf und bete,
weicht alles hinter sich.
Hab ich das Haupt zum Freunde
und bin geliebt bei Gott,
was kann mir tun der Feinde
und Widersacher Rott?
Nun weiß und glaub ich feste,
ich rühm’s auch ohne Scheu,
dass Gott, der Höchst und Beste,
mein Freund und Vater sei
und dass in allen Fällen
er mir zur Rechten steh
und dämpfe Sturm und Wellen
und was mir bringet Weh.
Der Grund, da ich mich gründe,
ist Christus und sein Blut.
Das machet, dass ich finde
das ewge, wahre Gut.
An mir und meinem Leben
ist nichts auf dieser Erd;
was Christus mir gegeben,
das ist der Liebe wert.
Der Text dieses bekannten Kirchenlieds, das auch das Hauptlied des Gedenktags des Augsburgischen Bekenntnisses am 26. Juni ist, stammt von dem Dichter Paul Gerhardt, der diesen 27. Mai, nach dem gregorianischen Kalender dem 6. Juni, seinen 350. Todestag hatte.
Gerhardt war ein maßgeblicher Autor der lutherischen Tradition. Als konfessionsbewusster Geistlicher widersetzte er sich der von der politischen Macht erzwungenen Aussöhnung mit dem reformierten Bekenntnis und verlor daraufhin sein Pastorenamt. Seine glaubensstarken Texte sind seit langem, jenseits der konfessionellen Auseinandersetzungen seiner Zeit, zum ökumenischen Gemeingut geworden und finden sich heute selbst in Gesangbüchern der von ihm so sehr abgelehnten reformierten Tradition.
Auch wo unter Christ:innen Zerwürfnisse bestehen, kann die Besinnung auf den gemeinsamen Grund in Christus den Weg zu einer versöhnten Einheit offen machen. Das von Gerhardt hinterlassene, über kirchliche Grenzen hinaus anziehende Werk zeigt dies in berührender und ermutigender Weise.
Matthias B. Lauer
Gedanken für Mai 2026
von Peter Valtingojer

Zwischen Ostern und Pfingsten liegt das Fest „Christi Himmelfahrt“. Von da an waren die Jünger mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Die Gefühle in ihren Herzen beschreibt Gottfried Wilhelm Sacer (gest. 1699) so:
Der Herr fährt auf zum Himmel, zu seines Vaters Thron!
Aus nied’rem Weltgetümmel schwingt sich der Menschensohn.
Lobsingt, lobsinget Gott! Lobsinget, ihr Nationen,
dem Herrscher aller Thronen, dem Herren Zebaoth!
Wir wissen nun vom Siege, der unser Haupt erhöht;
wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht.
Der Heiland geht voran, will uns zurück nicht lassen,
er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sich’re Bahn.
Wir sollen himmlisch werden, der Herr bestellt den Ort;
wir gehen von der Erden getrost zum Himmel fort.
Ihr Herzen, macht Euch auf! Wo Jesus hingegangen,
dahin sei das Verlangen, dahin geh‘ euer Lauf.
Ich wünsche allen einen wunderschönen Mai
Gedanken für April 2026
von Mag.a Manuela Mayr

Ich bin der Weg,
die Wahrheit
und das Leben!
Joh 14,6
So spricht Jesus zu uns. Nicht der Tod steht am Ende des Lebens, sondern die Auferstehung und das ewige Leben bei Gott.
Dies soll uns ein Trost und eine Lebenshilfe sein.
Gedanken für März
von Erika und Werner Schwarz

Der Frühling berührt mein ganzes Wesen jedes Jahr von neuem.
Mein Körper wird munter durch die länger werdenden Tage und bekommt neue Kraft.
Meine Seele wacht auf und erfreut sich in der wärmenden Sonne.
Meine Beziehung zu Gott erfährt durch die wieder aufblühende Natur neue Impulse.
Ich staune und bin dankbar.
Gedanken für Feber 2026
von Pfr. Dr. Rainer Dahnelt
Monatsspruch der Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen:
Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
Deuteronium / 5. Mose 26,11 (Einheitsübersetzung)
Zwei Gedanken: 1. Freude und Dankbarkeit machen das Leben leichter, sie sind ein Auftrag von Gott.
2. An dieser Bibelstelle geht der Blick nicht nur auf mich selbst, sondern auch auf mein Umfeld: Gott hat alles Gute nicht nur mir gegeben, sondern auch meiner Familie. Im Umfeld des Verses kommen dann alle anderen, die aus deiner Nähe in den Blick, inklusive der Fremden, die bei uns Leben.
Wofür sind Sie dankbar?
Gedanken für Jänner 2026
von Dr. Michael Plank
„Hebe deine Augen auf“ singt der Chor bei Felix Mendelssohn-Bertholdy in seiner
Vertonung des Psalmes 121:
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von denen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Verse 1-2)
Ein Ausblick kann beängstigen oder erstaunen lassen,
ein Rückblick kann bedrücken oder aufatmen lassen,
in allen inneren Bewegungen der Menschen leben Erinnerung und Sehnsucht
und immer
Glauben, Hoffen und Lieben.
Allen die dies lesen wünsche ich Trost und Zuversicht für das Vergangene und das Kommende!
Michael Plank


