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Die Ökumenische Initiative Tirol wünscht Ihnen einen schönen, erholsamen Sommer

Lebenskünstler ist,
wer seinen Sommer so erlebt,
dass er ihm noch den Winter wärmt
(Gabriel Reiter)


„Vom Ökumenischen Arbeitskreis der Diözese Innsbruck zum Ökumenischen Arbeitskreis in Tirol“

 

 

In einer feierlichen Sitzung wurde am 21. Mai der neue Ökumenische Arbeitskreis in Tirol gegründet. Der Ökumenische Arbeitskreis in Tirol besteht aus Mitgliedern der Altkatholischen Kirche, der Evangelischen Kirche, der Römisch-Katholischen Kirche, der Rumänisch-Orthodoxen Kirche sowie der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Ebenfalls vertreten sind als Gastmitglied die Neuapostolische Kirche und als Beobachterin die Ökumenische Initiative Tirol.
Den ökumenischen Arbeitskreis gibt es schon seit Jahrzehnten und war eine Kommission der Römisch-Katholischen Diözese Innsbruck mit einem vom Diözesanbischof bestellten Vorsitzenden. Im neuen Arbeitskreis arbeiten die Mitgliedskirchen nun gleichberechtigt zusammen. Superintendent Olivier Danitine (Evangelische Kirche) wurde zum Vorsitzenden gewählt und bildet mit Gordana Nadler (Serbisch-Orthodoxe Kirche) und Liborius Lumma (Römisch-Katholische Kirche) in einer dreijährigen Funktionsperiode den Vorstand.

Foto: H.Hammer

 


Bild: M.Uschmann
  

Chalupka: „Evangelium steht für Gemeinschaft, die niemanden ausgrenzt“    

Wien (epdÖ) – Der neue Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich heißt Michael Chalupka. Der 59-jährige Wiener wurde am Samstag, 4. Mai, in Wien von den Delegierten der Synode mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit gewählt. Im 12. Wahlgang entfielen auf den früheren Direktor der Diakonie Österreich und aktuellen Geschäftsführer der Diakonie Bildung 47 von 62 Stimmen. Der oberösterreichische Pfarrer und Senior Andreas Hochmeir erhielt 14 Stimmen, eine Stimme war ungültig. Der dritte Kandidat, der Kärntner Superintendent Manfred Sauer, hatte seine Kandidatur nach dem 6. Wahlgang zurückgezogen. Sein Amt als Nachfolger von Bischof Michael Bünker, der in den Ruhestand tritt, wird Chalupka am 1. September antreten.
„Ich nehme die Wahl mit Freude und Dankbarkeit an“, sagte Michael Chalupka kurz nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses und zeigte sich „überwältigt und berührt“ von der „intensiven Auseinandersetzung“ um dieses Leitungsamt. Die evangelische Kirche setze sich aus vielen Traditionen zusammen, gemeinsame Aufgabe sei es, „aufeinander zuzugehen und Brücken zu bauen“.
Andreas Hochmeir gratulierte dem neuen Bischof und bot seine Zusammenarbeit an. Das gemeinsame Ringen um die Entscheidung habe er positiv erlebt. Auch Manfred Sauer gratulierte und wünschte Chalupka „Gottes inspirierenden Geist“ für das Amt.
Michael Chalupka wurde 1960 in Graz geboren, studierte Theologie in Wien und Zürich, war Pfarrer in Mistelbach, steirischer Fachinspektor für Religionsunterricht, von 1994 bis 2018 Direktor der evangelischen Hilfsorganisation Diakonie Österreich und ist seitdem Geschäftsführer der Diakonie Bildung. Die zunehmende Säkularisierung und das Abdrängen von Glauben und Kirche ins Private hält Chalupka „für eine zentrale Herausforderung, vor der wir als Evangelische Kirche stehen.“ In dieser Situation gelte es zu vergegenwärtigen, dass „unser Glaube nicht unser Eigentum ist, das wir gestalten dürfen wie unser Schrebergärtlein, sondern ein Geschenk Gottes, das uns in Dienst nimmt und befähigt, mutig Kirche in der Diaspora zu sein.“ Die plurale Gesellschaft brauche Orte wie die Kirche, an denen unterschiedlichste Menschen einander begegnen, die sonst nie zusammenkämen, „wie einen Bissen Brot“. Der frühere Diakonie-Direktor verweist zudem auf das notwendige Zusammenspiel von Kirche und Diakonie: Die eine könne es nicht ohne die andere geben, das diakonische Engagement sei „wesentlicher Teil der Kirchenentwicklung“. Um die „rechtlichen, politischen und organisatorischen Herausforderungen“ der Zukunft bewältigen zu können, brauche es „gemeinsam gestaltete Prozesse, in denen alle zu Wort kommen und zu erzielten Ergebnissen stehen können“, so Chalupka.
In der Gesellschaft herrschten zunehmend Angst und Einsamkeit sowie die Propagierung eines „Wir-Gefühls“ vor, das andere ausschließe. Das Evangelium nehme hingegen die Angst und „steht für eine Gemeinschaft, die niemandem ausgrenzt.“ In einer Gesellschaft, „wo wir immer mehr auf das Ich zurückgeworfen werden“ gelte es zu verstehen, „das Leben, die Schöpfung, wir selbst – wir kommen nicht aus uns. Es gibt einen, der uns geschaffen hat.“ Als Bischof versteht sich Chalupka als „Ermöglicher“, die öffentliche Rolle des Bischofs enthalte auch ein geistliches Element: „Wenn der Bischof öffentlich spricht ist es immer ein Akt der Verkündigung.“

 

 


Die Ökumenische Initiative Tirol wünscht
eine gesegnete Karwoche
und ein fröhliches Osterfest

Jetzt ist die Welt voll Herrlichkeit
und voller Ruhm und Preis.
Jetzt ist die wahre, goldne Zeit
wie einst im Paradeis.
Drum lasset uns singen
mit Jauchzen und Klingen,
frohlocken und freuen;
Gott in der Höh sei Lob und Ehr.
Angelus Silesius (1624 – 1677) 

Christus ist auferstanden,
er ist wahrhaftig auferstanden!

 

 


Karfreitagsregelung in Österreich:

Evangelische und Altkatholiken verlieren den Karfreitag als zusätzlichen freien Tag. Künftig gibt es einen „persönlichen Feiertag“ für alle. Der muss aber aus dem Urlaubskontingent genommen werden.
Das heißt, dass Ehrenamtliche, die im Karfreitagsgottesdienst mitwirken, sich einen Urlaubstag nehmen müssen und den noch 3 Monate vorher ankündigen sollen.
Stellungnahmen der evangelischen Kirche finden Sie unter https://www.facebook.com/evang.at/

 

 


Evangelisch-lutherische Kirche befragt jetzt Gemeinden –
Entscheidung am 9. März

Wien (epdÖ) – Über die Frage, ob es in der evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich künftig Trauungen für homosexuelle Paare geben wird, sollen nun die Pfarrgemeinden beraten. Das hat die Synode, das evangelische „Kirchenparlament“, am Freitag, 7. Dezember, in Wien beschlossen.
„Wir machen uns auf den Weg, die kirchliche Trauung für homosexuelle Paare einzuführen“, sagte der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker in einer ersten Reaktion auf den Beschluss. Gemeinden sollen nun die Möglichkeit haben, dazu Stellung zu nehmen, „das entspricht einem typisch evangelischen Weg“.
Konkret geht es in der Befragung der Pfarrgemeinden etwa darum, ob und in welcher Form einzelne Gemeindevertretungen eine mögliche „Ehe für alle“ in ihrer Gemeinde ablehnen können. Soll es ein „opt-in“ geben, d.h. Voraussetzung für eine Trauung homosexueller Paare ist ein vorausgegangener positiver Beschluss der Pfarrgemeinde, oder soll es ein „opt-out“ geben, d.h. Gemeinden können sich gegen die Möglichkeit der Trauung Homosexueller aussprechen? Gilt dann die gewählte Variante für gemeindeeigene Kirchengebäude oder für das gesamte Pfarrgemeindegebiet? Auch soll geklärt werden, ob es kirchliche Segnungen künftig auch für eingetragene Partnerschaften für homo- und heterosexuelle Paare geben soll. Die endgültige Entscheidung soll dann auf der Synode am 9. März 2019 fallen.
Nach fast vierstündiger intensiver Debatte stimmten 54 von 63 Mitgliedern der Synode für diesen Antrag. Die Synode gibt damit eine Empfehlung ihres theologischen Ausschusses an die 194 lutherischen Gemeinden mit rund 285.000 Mitgliedern weiter. In dem Schreiben heißt es: „Die Bedingungen, unter denen Menschen heute ihre Beziehungen in verlässlicher und verbindlicher Form leben, haben sich gegenüber den Entstehungszeiten von Bibel und Bekenntnisschriften geändert“. Die Kirche solle auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften würdigen „sofern sie auf lebenslange Treue, gegenseitige Fürsorge und Beistand ausgerichtet sind“. Um unterschiedlichen Auffassungen zu homosexuellen Partnerschaften innerhalb der Kirche Rechnung zu tragen, sollen kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare nur in solchen Pfarrgemeinden durchgeführt werden, in denen Gemeindevertretung und Pfarrerin bzw. Pfarrer sich dafür aussprechen. Die Gemeinschaft der Kirche, heißt es in dem Papier, werde durch diese unterschiedlichen Auffassungen und die Entscheidungsautonomie der Pfarrgemeinden „nicht in Frage gestellt“.
Dass es für eingetragene Partnerschaften sowohl hetero- als auch homosexueller Paare keine kirchliche Trauung oder Segnung in einem öffentlichen Gottesdienst geben soll, wird in der Empfehlung des Theologischen Ausschusses mit ihrer geringeren Verbindlichkeit begründet, daher seien diese Partnerschaften „nicht auf der gleichen Ebene wie die Ehe“ zu sehen.
Bereits im Eröffnungsgottesdienst zur Synode hatte Bischof Michael Bünker „Gegensätze als Geburtsmerkmal der Kirche“ bezeichnet und damit auf das Konfliktthema angespielt. Vorangegangen war der innerkirchlichen Diskussion um die Ehe für alle ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom Dezember 2017, der die Beschränkung der zivilrechtlichen Ehe auf heterosexuelle Paare für verfassungswidrig erklärt hatte. Ab Jänner 2019 können somit auch homosexuelle Paare standesamtlich heiraten.
Da für eine evangelische Trauung die standesamtliche Heirat Voraussetzung ist, musste sich die Synode mit der Thematik befassen. Anders als in der römisch-katholischen Kirche ist die Ehe in den evangelischen Kirchen kein Sakrament, sondern, wie es der Reformator Martin Luther formuliert hatte, ein „weltlich Ding“. In der Evangelischen Kirche H.B., der evangelisch-reformierten Kirche, sind öffentliche Segnungen von homosexuellen Paaren übrigens seit 1999 möglich


Serbisch-Orthodoxe übernehmen Herz-Jesu-Kirche in Innsbruck (Maximilianstraße)
Die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Innsbruck bekommt eine neue Kirche. Sie übernimmt vom Orden der Redemptoristen die Herz-Jesu-Kirche, welche das Kloster verlassen. Die bisherige Kirche in der Siebererstraße war viel zu klein.
Pfarrer Aleksandar Stolic erklärte, man sei schon seit etwa zwei Jahren mit dem Provinzial der Redemptoristen in Kontakt gewesen. Am 2. Juli 2018 habe man eine Bestätigung bekommen, dass es möglich wäre, die Kirche zu übernehmen. Ein Vertrag sei bisher noch nicht unterzeichnet, so Stolic, die Übergabe werde aber voraussichtlich im nächsten Jahr stattfinden. Die anderen Räume des Klosters wurden vom steirischen Stift Admont übernommen, mit dem man ebenso in Kontakt stehe, so Stolic. Die Kirche sei ein Geschenk und man sei darüber „mehr als überglücklich“. 26 Jahre nach der Gründung der Gemeinde im Jahr 1992 sei die Suche nach einer dauerhaften Lösung immer wieder gescheitert, „aber jetzt ist die Zeit gekommen“. (https://tirol.orf.at/m/news/stories/2946699/?fbclid=IwAR26AGLGJxZh1HzVVFghb2AofgPkjmlc2Tylb9SE3DfCUxH6_P_Z6vKvpNM)

Die Ökumenische Initiative Tirol freut sich für die Serbisch Orthodoxe Kirche, dass sie nun eine Heimstätte für ihre Gottesdienst und für das Gemeindeleben gefunden hat.

 

 

Zum Reformationstag 2018
von Mag. Gerd Hülser

Hat Martin Luther am 31. Oktober 1517 wirklich seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt? Wahrscheinlich nicht. Eine bildliche Darstellung Luthers mit dem Hammer in der Hand taucht erstmals 1617, anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Reformation auf.
zum weiterlesen


 Jahresbericht 2017 der Ökumenisches Initiative Tirol

 Jahresbericht 2017


In der Generalversammlung am 9.10.2018 wurde folgender Vorstand gewählt:

Obfrau – Gerlinde Busse
Stellvertreter – Dr. Michael Plank
Schriftführer – Dr. Matthias B. Lauer
Stellvertreter – Dr. Werner Schwarz
Kassaführerin – DKfr. Erika Schwarz
Stellvertreterin – Mag.a Gordana Nadler
BeisitzerInnen – Dr.in Karola Czernohaus, Mag.a Manuela Mayr BEd, PD Dr. Liborius Olaf Lumma, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Pacik, Mag. Michael Strebitzer, Peter Valtingoier, Pfr. Prof. Peter Ziermann. 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

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